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Da singt doch ein Mann! Oder? Wozu bewegt die Magerprinzessin dann ihre Lippen? Ist die Transgender-Technologie derart fortgeschritten? Wahrscheinlicher ist, dass Madame die Storyline (?) zusammenhalten und den obligatorischen Sexappeal beisteuern soll, was ja wohl nen Scherz ist. Der wahre Induce zeigt sich gar nicht erst. Kann man verstehen. Gigamesh höchstpersönlich hätte sich seinen Auftritt im Debütvideo aber auch mal schön sparen können. Der unterkühlte DJ, der mit seinen 20 besten Freunden die Party rockt, um danach Zuhause ein paar Hits mit Keyboard und Haustier einzuspielen? Man muss Klischees ja nicht verteufeln, aber das hier reitet die Welle echt zu hart; die ersten paar Sekunden denkt man das ist ein Werbespot für Billo-Wodka. Verarschung ist auch die “Band”. Haben sie die Disco Boys dafür gecastet? Damit man nichts falsch versteht, Gigamesh ist einer der derbsten Produzenten im NuDisco, aber das Video liefert Bilder, die der Song fast nicht mehr wegkriegt und als Gesamtkunstwerk lässt sich das so nicht genießen. Egal, trotzdem alles von ihm kaufen, vor allem wenn man DJ ist -sein Zeug brennt alles nieder!

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Dieses Video ist so voll mit Ehepartner-Material, es ist kaum zu fassen. Lauter Jackpots! Einem Großteil dieser Partypioniere dürften mittlerweile lukrative Nachtclubs und/oder T-Shirt Labels gehören. Manche kochen bestimmt auch Drogen auf Ibiza und verkaufen die ausschliesslich an sich selbst. Wie gern würde ich die Leute heute durch einen Computertomographen schicken- deren Gehirn sieht wahrscheinlich aus wie Spongebob. Trotzdem sind das Helden. Die erste Generation von Ravern waren die Hippies der Nintendo-Neuzeit, sie haben uns von Zwängen und unnötigen Kleidungsstücken befreit (naja…) und Red Bull erst zu dem Weltkonzern gemacht, der er heute ist. Noch am Beginn seiner Heldenkarriere steht Light Year, der früher eher die Electro-Sparte versorgte, aber dem der deepere Style auf jeden Fall steht. Außerdem ist er der einzige Produzent und DJ, der sich nach einem astronomischen Längenmaß benannt hat, wofür ihm jeder erdenkliche Respekt gebührt. Dass er seine Initialen mit Handzeichen formen kann, gibt dann nochmal Bonuspunkte.

Jack Your Body! House war in den 80ern Religion. Damals in Chicago und New York. Warehouse und Paradise Garage hießen die Tempel, Frankie Knuckles und Larry Levan waren die Prediger des Rhythm. Alle trafen sich zum verschwitzten Gottesdienst, waren peacig drauf, machten rum und hatten krasse Tanzroutinen am Start. So wie Religionen mal ursprünglich geplant waren. Super war das…wahrscheinlich. Genau weiß man es nicht, außer man war dabei -die meisten waren es nicht. Das kann man jetzt bedauerlich finden und rumnölen, oder man tut so als wär nix gewesen und feiert z.B. Grown Folk. Da geht das alles noch: Smoothe Baselines, sexy Vocals und 808 Claps. Fürs Video wurde das getan, was alle grad tun: Retro-Filmmaterial verwurschteln, ein paar moderne Effekte drauf und fertig ist die Coolness. Seit ca. 1 Jahr macht das jeder so; ob die, die oder die. Den Style besonders drauf hat Skunch, von dem auch das Video hier ist.