Wer Tanzvideos machen kann, sollte das auch tun. Nichts entfaltet mehr ein Gefühl transzendentaler Perfektion, als die Eintracht aus rhythmischer Bewegung und Musik. Umso feiner die Szenen auf den Klang choreografiert sind, desto umschmeichelter fühlen sich die Sinne von dieser Symbiose. Als würde Mutti einem um halb acht die Bettdecke über den Kopf ziehen und flüstern, dass man heute ausschlafen darf. Doch sollte man sich in diesem Fall nicht zu sehr einlullen, denn das Video, mit dem wie es hier zu tun haben, ist Alptraumstoff. Tim Burton-Fans wird das freuen, zarte Gemüter könnten leicht befremdet reagieren. Verzapfer Daniel Savio ist aber ohnehin ein engagierter Verfechter des Unkonventionellen, so gilt er als Begründer des skandinavischen Skweee, einem Synthesiser-lastigem 8-bit Sound nach dem Minimalprinzip. Trotz musikalischer Sparsamkeit entfaltet die Nummer aber ordentlich Drama und macht mehr Bock auf das Album, welches auch weniger düster daherkommt und stellenweise sogar an den dollen Siriusmo erinnert.

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