Ok, das schauen wir uns mal genauer an. Die ersten Sekunden sind noch harmlos. Dass die ‘Thriller’-Jacke durch die Shorts und die Sneaker ein wenig diskreditiert wird, nimmt man mit einem leisen WTF hin. Es spielt natürlich auch ein bisschen Mitleid mit rein, wegen des Autos- mit Synthie-Pop ist eben kein Porsche drin. Das hier aber irgendwas gewaltig nicht stimmt, beschleicht einen spätestens, als der Freund/Fuckbuddy abgeholt wird. Haben Raver in den 90ern wirklich Zeitmaschinen gebaut? Macht das Sinn? Was wollen die hier? Drogen sind ja nicht billiger geworden in den letzten 20 Jahren. Oder ist der Typ eine Ein-Mann-Mahnwache, um der Tshirt-Industrie ihre größte Schandtat vor Augen zu halten? Egal, was folgt ist der Aufbau homoerotischer Spannungen, angespornt durch jungenhaftes Herumtollen und die intime Nähe die entsteht, wenn das Auto zu klein ist. Am Ende entladen sich die angestauten Triebphanatsien in etwas einfallslosen Dancemoves und Liegestützen und nicht in irrwitzigem Analsex, was einem stimmigen Plot allerdings zuträglich geworden wäre. Ein bisschen schade, da der tolle Song von Koobra ein rundes Video verdient hätte, vielleicht geht da noch was im Director´s Cut. “Baby, please forgive meeeeeeheeeeee.”

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