Niemand traut heißen Privatsekretärinnen. Das Kopfkino verhindert jede Unbefangenheit. Man sieht den Arschloch-Chef vor sich, wie er lüsternd in ihr Dekolleté spannt, während sie dummdreist rumgackert, weil sie mal wieder den Terminplan versaut hat, was aber völlig egal ist, denn versaut gehörte ja zu ihrer Arbeitsbeschreibung. So ähnlich stellt man sich das vor und es gibt keinen plausiblen Grund, warum diese Vorurteile nicht auch Sängerinnen treffen sollten. Wahrlich große Sängerinnen sehen aus wie Ella Fitzgerald: das Gesicht kein Porzellan sondern Leidenschaft, der Körper kein Plastik sondern Inbrunst. Der Schweizer Cee-Roo sieht/hört das genauso und hat sich nicht nur der Stimmgewalt von Mme Fitzgerald für seinen sympathischen Remix bedient, sondern auch ihrer leibhaftigen Performance den verdienten Respekt gezollt. Hauptberuflich ist Cee-Roo Multimedia-Designer und ein sehr fähiger dazu; sein Portfolio lässt zumindest keinen anderen Schluss zu. Man könnte ihm wohl sogar die FDP anvertrauen und er würde einen coolen Laden daraus machen…naja, wir wollen mal nicht übertreiben.

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