Vornamen und eine schöne Klangfarbe sind gerade für Deutsche traditionell zwei Paar Schuhe. Die Erfindug des Umlautes Ü war der Sache hierzulande jedenfalls nicht dienlich. Die Amerikaner haben es da besser. Die amerikanische Geschichte wird durch derart viele kulturelle Mischungen geprägt, dass die Amis sich schon immer aus dem vollen Fundus der internationalen Namensschöpfungen bedienen konnten und ein anständiges Best-Of entwickelt haben. Manchen reicht das aber nicht, und deshalb ist es in den USA auch völlig legal, sein Kind so zu nennen, wie man gerade witzig ist bzw. angeheitert. Dann heißen die Kleinen eben wie Obst, Jahreszeiten oder Hautkrankheiten, whatever. Christliche Namen sind jedoch nach wie vor am populärsten im englischsprachigen Raum. Musiker wie Joe “GOD”dard, dem Gründer von Hot Chip, sind da keine Ausnahme. Macht in diesem Fall aber auch Sinn, da sein neues Baby ein musikalischer Schmachtfetzen biblischen Ausmaßes ist, wofür vor allem die Engelsstimme von Valentina (romanischer Name?) sorgt. Mr. Goddard ist in diesem Rorschachtest-Video im Prinzip gar nicht zu sehen, was aber okay ist, da er sonst immer eher wie ein peinlicher Dad rumhampelt.

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