Schon immer bestand die Hauptbeschäftigung von Pubertierenden im geil, nutzlos und peinlich sein. Manche schaffen es allerdings sich aus diesem evolutionärem Zwang zu befreien und sich in irgendetwas Sinnvollem zu üben. Ein paar Jahre später können sie dann einen ordentlichen Skill-Vorsprung verbuchen. Bei Leno Lovecraft ist das Konzept aufgegangen, denn der 19- oder 20-Jährige produziert mittlerweile flotten Tanzspaß, während seine Altersgenossen eher uninspiriert rumstehen, da zuviel Zeit fürs Haare gelen und Internetpornos draufgegangen ist. Dass es sich Leno deswegen herausnimmt seine dürftigen Zeichenkünste in Videoform zu verewigen, ist natürlich ein folgerichtiger Boss-Move. Die resultierende Mischung aus Manga und gemütlichem Acid-Trip ist sympathisch, außer man hat jetzt eine intensive Abneigung gegen warme Farben und fröhlichen Blödsinn, weil man z.B zu diesen merkwürdigen Schwarz-Weiss-Ästheten gehört, die gern Berliner Minimal hören und gesellschaftskritische T-Shirts tragen.

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