Besonders originelle Musiker machen mit jedem Release ein neues Genre-Fass auf. Nicht absichtlich. Musikredakteure und Blogger sind Schuld. Denn warum sich beim Schreiben ausgelatschter Begriffe wie Pop, HipHop oder House bedienen, wenn man auch visionäre Neukreationen anbieten kann, wie Chillwave, Horrorcore oder Bloghouse? Phantasiesprachen machen Spaß. Noch mehr Spaß macht es aber sich nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, sondern Lunice zu hören und seine Beats einfach mal unter “Sehr gut” einzuordnen. Ist das erstmal geschafft, kann man sich entspannt das Video zur neuen EP “One Hunned” genehmigen. Lunice präsentiert sich hier als kredibler B-Boy, während irgendjemand alle Lampen an hat. Vielmehr braucht ein gutes Musikvideo auch gar nicht, außer man hat viel Geld und kann sich erfahrene, trainierte Filmtiere leisten. Dann gelten andere Maßstäbe. Dass Usher diese Tatsache in seinen Videos seit Jahren ignoriert, spricht Bände.

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