Exakt 0,001 % aller Menschen dieser Erde können anständig singen. Der Rest hält sich entweder bedeckt, was fair ist, oder nervt trotzdem mit Geplärre, was mehr als unfair ist. Das wird dann mit Gesangsstunden gerechtfertigt. Gesangsstunden und Talent stehen allerdings im gleichen Verhältnis wie Astro TV und Plan-vom-Leben-haben. Josephine Jinder hat Glück gehabt; ihr gesangliches Können führte sie nicht in abstruse Fernsehformate, sondern zur richtigen Musik, wodurch sie dann Produzent und Labelbesitzer Drop The Lime traf. Es passierte daraufhin wohl, was Ami-Rapper “Game Recognize Game” nennen; Respekt wurde ausgetauscht und anscheinend auch Telefonnummern. Denn Josephine wurde von dem Herrn mit dem nachdenklich machenden Namen gesigned und ließ nun auch ihren neuen Track von ihm produzieren. Im Video ist Frau Jinder nicht nur Projektionsfläche für Träume, Wünsche und Hoffnungen bedürftiger Indie-Singles, sondern vor allem für einen hektischen Film-Projektor, der Farb- und Symetrielehre durchexerziert. Danach hatte sie wahrscheinlich schön Kopfschmerzen. Die Idee hatten Papercut Film.

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